Dyaden

Stelle dir eine Meditation mit einem Gegenüber vor.

Sprechen und Zuhören sind Elemente der Meditation.

In der schützenden, klaren Struktur der Dyade schenkt ihr euch abwechselnd eure ungeteilte Aufmerksamkeit.

Wie kraftvoll das ist, wenn einfach jemand zuhört, ohne etwas ändern zu wollen!

Und dann: Einen anderen Menschen wirklich wahrnehmen dürfen. Nichts tun brauchen. In gemeinsamer Gegenwärtigkeit immer tiefer ankommen und entspannen...

 

"Sage mir, wer Du bist"

Zu Beginn jeder Runde der Dyade laden wir uns abwechselnd mit diesem Satz ein, der den Fokus unserer Kontemplation bildet. Immer wieder richten wir unsere Aufmerksamkeit darauf, wer und was wir in unserer Essenz sind.

Wenn wir das tun, taucht immer etwas auf: Das können innere Bilder, gefühlte Sinnzusammenhänge, Gedanken oder auch Erfahrungen sein, die wir zunächst gar nicht so leicht in Worte fassen können. Dieses Ergebnis unserer Kontemplation teilen wir unserem Gegenüber mit.

Was wir auf diese Weise erleben, ist häufig überraschend. Unser rationaler Verstand kann lernen, dass es wohltuend ist, mal Pause zu machen. Wir können in uns selbst, und in unserem Gegenüber unbekannten Universen begegnen.

 

Die Struktur

Eine Dyade dauert 40 Minuten.

Eine Person spricht über ihr inneres Erleben, von Augenblick zu Augenblick. Die andere Person hört zu und schenkt Blickkontakt. Alle fünf Minuten ertönt ein Gong, wir bedanken uns beieinander, die Rollen wechseln.

Die Begegnungen zu zweit sind in das Feld der Gruppe eingebettet. Unserer gemeinsamen Zeit klingt im Redekreis aus.

 

Häufige Wirkungen

Wir erfahren tiefe Verbundenheit mit uns selbst, dem Leben und anderen Menschen.

Wir lernen, uns selbst klar, liebevoll und mit Humor wahrzunehmen, bekommen eine frische Perspektive auf unseren Alltag.

Wir entwickeln unsere Fähigkeit präsent zu sein, mit uns selbst und anderen Menschen.

Wir tanken Kraft und stärken unsere Resilienz.